Mein Jahresrückblick 2016 – Got the sh.. done

Vor nunmehr 7 Jahren habe ich meine Selbständigkeit gestartet und schreibe seit da einen kleinen Jahresrückblick. Die Zeit der Reflektion, der Rückschau ist für mich sehr wichtig und vielleicht inspiriert es auch die einen oder anderen Leser, das für sich zu tun. Und schlussendlich sind meine Jahresrückblicke auch Transparenz in ein Leben eines Aussteigers – resp. Einblick in den wahren Alltag von einem Unternehmer/Startuper und aktiven Vater. (Mehr Infos keel.at)

Konsolidierung

Vor 2 Jahren – Ende 2014 habe ich meine ICT & Startup-Ideen (Hintergrund) und beschlossen, mich auf die Themen Beton und new work/Teilzeit als Unternehmer zu fokussieren und dem Bootstrapping – sprich dem Aufbau Schritt für Schritt aus eigener Kraft (vs. Risikokapital) – treu zu bleiben. Zugegebenermassen sind das zwei unsexy Themen (um Geld zu verdienen), aber immerhin hat Beton eine laengere Verweildauer als PowerPoint Folien auf dieser Welt und new work hat ganz viel Inhalt und Werte. Die Fokussierung auf diese 2 Themen hat sich 2016 erstmals angefangen auszuzahlen. Doch auch erstmals seit Jahren sind wir Ende des Jahres weniger Mitarbeiter als zu Beginn und wir haben auch weniger Kunden. Insofern war es ein weiteres Jahr des Überlebens und der Konsolidierung. Doch alles der Reihe nach:

36 Skitage, 5 Reisen, viele Papa Tage & eine Klassenwiederholung

Mein 8 jähriger Sohn ist nachwievor jede zweite Woche für 4-5 Tage bei mir. Neben dem normalen Alltag mit Kindern waren wir am Nachmittag nach der Schule oft auf den Skis, spielen Schach im Hofgarten, usw… Doch dieses Jahr kam auch die Diagnose von Legasthenie und er musste die zweite Klasse wiederholen. Eigentlich lief das ganz undramatisch ab und hat sehr sehr vieles ins positive gewendet – doch einfach ist ein Klassenwechsel nie.

Daneben war ich oft am reisen – meistens mit meiner tollen Partnerin Angela – so waren wir in Portugal am surfen, in Canada, Mailand, Madrid, usw…

Die 4 Wochen Offline-Time im Sommer und die Papa Tage sowie die ausnahmslos arbeitsfreien Wochenenden (Laptop ist spätestens Freitag Nachmittag zu) sind mir extrem wichtig und brauche ich zur Regeneration. Mit 38 stosse ich im Arbeitsalltag manchmal an meine Leistungsgrenzen – ein mir weitgehend noch unbekanntes Gefühl – auch bei mir klopft das Alter langsam an. Die Freizeit – die Papa Tage und die Reisen sind für mich Priorität Nr. 1 und ich schaue, dass auch alle meine Mitarbeiter diese Priorität haben können. Natürlich gibt es Wochen mit extremer Belastung und Überzeit – aber es gibt auch die anderen Wochen und die langen Ferien im Sommer und Winter. Jeder Mitarbeiter kann sein Familienmodell bei uns leben.

Die möchtegern UnternehmerInnen

Die Teilzeitkarriere meiner Teilzeit AG erfreut sich nachwievor steigender Nachfrage bei den Teilzeitjob-Suchenden, bei Speeches (2016 total 17 Anlässe) und in der Presse. So begleitete mich dieses Jahr ein SRF Kamerateam für eine DOK Sendung durch meinen Alltag und wir waren in unzähligen Online- & Printmedien sowie Radiosendungen Thema.

Doch inhaltlich – resp. bei Unternehmen – ist die Situation nachwievor schwierig resp. die Nachfrage mässig. Daher trennten sich im zweiten Halbjahr auch die Wege von meinem langjährigen Mitarbeiter und Leiter TEILZEITMANN Jürg Wiler (alles GUTE Jürg und herzlichen Dank!). Ich habe die Stelle der Geschäftsführung und MitunternehmerIn ausgeschrieben. Auf ein riesiges Echo durfte ich viele spannende Menschen kennenlernen. Doch am Schluss hat sich niemand gewagt, als MitunternehmerIn mit einzusteigen. In der Presse wird zwar sehr viel über Entrepreneurship geschrieben und Startup Veranstaltungen spriessen wie Pilze aus dem Boden – doch von den qualifizieren Fachkräften sind nur sehr wenige bereit, den Schritt ins Ungewisse zu machen und die Komfortzone zu verlassen.

Dass flexiblen Arbeitszeitmodellen die Zukunft gehört und wir in der Pole Position sind – daran zweifeln wenige. Doch für 6000 Franken brutto über Jahre etwas aufzubauen sind nur wenige bereit. Eigentlich verrückt. …ich habe darüber auch an der #Fuckupnight gesprochen.

Doch es wird weiter gehen – unter dem Projekttitel: BETTER DO IT SMART werden wir unser Angebot zur Förderung von Diversity und flexiblen Arbeitszeitmodellen in Unternehmen weiter ausbauen und mit Nele haben wir eine tolle neue Mitarbeiterin.

Warum 100% Wachstum nicht für alle lustig ist

Klar, man kann sagen dass Wachstum nicht alles ist. Doch wenn man ein Betonwerk mit über 500m2 Produktionsfläche, Maschinenpark und Lager betreibt macht Wachstum einfach Sinn. Zudem interessiert mich der Status Quo nicht. Auch dieses Jahr ist dade-design concrete works wieder um 100% Umsatz gewachsen. Wir haben viele neue Kunden und Projekte gewonnen und Produkte lanciert (u.a. eine Outdoor Küche und einen Whirlpool). Doch primär war ich in diesem Jahr beschäftigt, unsere Liquidität und Margen zu verbessern und uns auf das nächste Level zu bringen. Das hat dazu geführt, dass sich die Wege mit einigen Mitarbeitern aber auch mit Bestandeskunden getrennt haben. Unser Profil ist heute schärfer, die Produkt- und Innovationspipeline randvoll und wir sind besser aufgestellt auch im nächsten Jahr kräftig zu wachsen – doch bei jeder Veränderung (auch wenn es ein Startup ist), kommt Neues erst, wenn man Altes gehen lässt. Ich danke allen ehemaligen Mitarbeitern für ihren Einsatz und wünsche alles Gute. Willkommen im Team Tresdiano & Julio. 

Für mich ist die Faszination Beton ungebrochen und wir alle teilen diese Leidenschaft. Schön, dass wir unser Können an der diesjährigen Biennale in Venedig in der Arsenale zeigen konnten.

Wir sind mit diesem Projekt in die internationale Champions League aufgestiegen was die Beton- und Schalungstechnologie (mit 3D Druck) betrifft. An weiteren 6 Messen wurden unsere Betonunikate gezeigt, u.a. auch am Il Salone del Mobile in Mailand mit eigenem Showroom.

What counts

Dieses Jahr habe ich mir vermehrt auch Gedanken gemacht, was eigentlich wirklich zählt. Die Bilanz- und Erfolgsrechnung sind es nicht.

Neben dem sich und die Mitarbeiter zu ernähren ist es die Menschlichkeit und Partnerschaft in (Kunden- und Lieferanten) Beziehungen. Die Essenz ist es, neben allen Rückschlägen, Enttäuschungen und rauem Umfeld (insb. finanziell) weich zu bleiben. Ein Handschlag zählt für mich mehr als ein Vertrag.

Natürlich wird man damit verwundbar – doch was man gewinnt ist viel Grösser. Immer mehr setzt sich bei mir das Bild durch, dass es nur 2 Arten von Unternehmen gibt:

Unternehmen mit Angst & Mangel
Unternehmen mit Vertrauen & Fülle

Bei uns gelten seit Jahren die Grundsätze: #Teamistalles (jeder ist verantwortlich) und alles sehen alles (Transparenz). Ich nenne das #Vertrauenskultur.

Ich möchte in einem Umfeld arbeiten, wo wir uns vertrauen und wo wir eben auch eine Gemeinschaft sind die auf sich gegenseitig acht gibt. Dazu zählt auch die Umwelt. Als vermutlich erstes Betonwerk produzieren wir seit einem Jahr CO2 neutral. …leider interessiert das praktisch niemanden, aber das ist egal – es geht ja um den Inhalt und unsere Werte.

…und manchmal hat man auch Glück

zB in der Liebe … so habe ich meinen Wohnwagen nach 5 Jahren aufgegeben und bin zu Angela gezogen.

zB bei den Finanzen … so hat Mann Nr. 4 dem Ex-Mann Nr. 3 (mir) den Hausanteil in Innsbruck abgekauft und mich nach 5 Jahren aus der persönlichen finanziellen Nullzone befreit.

zB bei Firmenkäufen … so hat der Zufall gespielt, dass auch bei Timberline (einer Schreinerei in Vorarlberg) die Zeit für einen Eigentümerwechsel reif wurde. Ich bin dort im Dezember eingestiegen.

Somit galt auch dieses Jahr meine Regel: “Nicht mehr als 1 neue Firma pro Jahr. (Firma 7 im Jahr 7)

#CollectMomentsnotThings

Was für ein tolles Jahr – ich durfte so viele schöne Momente mit meinen Freunden verbringen und habe einen gesunden und super froehlichen Sohn. 

Telemark, Ski,  Surf und Wakeboard mit Freunden, rauschende Parties – u.a. in einem Schloss in Dresden und im Hafen Basel, Fasnacht mit den Kesselbaechlern, meinen Geburtstag mit Heroes & Villains, den 61er von meinem Vater,  eine Gletschertour auf 3777Meter, Montag Mittagessen bei Mama, Iron Maiden im strömenden Regen, Geburten und keine Beerdigung, Haida im Wallis usw usw…

Besonders freuen mich die vielen Besuche von Freunden an meinen zwei Wohnsitzen in Zurich und Innsbruck.

What a life… #thankful

 Ps fuer Titus: Das Motto fuer 2017 PP – Produkte und Projekte

 

 

 

 

 

 

 

Jahresrückblick 2015 -Von Gaunern & Innovationen, Sorgen & Sonne, BBQ’s & Eurofilets

Betongeschichten
Das alte Jahr 2014 ging nach der Auszeit im Dezember und 10 Tage heftiger Krankheit zu ende. Dabei habe ich Klarheit gewonnen und beschlossen, mich 2015 auf die Themen “Beton” und “Arbeit/new work” zu fokussieren. Natürlich kommt mein Sohn in Innsbruck immer noch an erster Stelle, er ist jetzt 7 Jahre alt und ist 2×5 Tage pro Monat bei mir.

Dade-design exportiert rund 70% – Die Aufgabe vom Mindestkurs letzten Januar traff uns wie ein Schlag. Wir haben überlebt (einige unserer Kunden werden es wohl nicht… mit entsprechend häßlichen Debitorenausfaellen), die Ersparnisse angezapft, die Preise angepasst, Lieferanten neu verhandelt und ein Teil der Fertigung nach Vorarlberg verlegt. Ein Jahr voller mühseliger Kleinarbeit. Doch auch dieses Jahr konnten wir den Umsatz wieder verdoppeln insb mit einem neuen Grosskunden (nunmehr 21 Mitarbeiter, alle in Teilzeit) und wir haben die Betontech AG von meinem Mitgründer Ralph in eine neue AG integriert. Ich habe also auch dieses Jahr meine Regel befolgt und nicht mehr als 1 Firma gegründet :-). Das schöne am Beton: Er hat mich zurück in die Heimat gebracht und ich darf jeden Montag bei meiner Mama zu Mittag essen!

2,7 Mio in 5 Jahren
Seit meinem Abgang bei der Bank und dem Hausmannjahr habe ich nunmehr 6x gegründet (jedes Jahr 1x), in meinen Firmen und Startups 2,7 Mio umgesetzt und mehrere hundert B2B Kunden gewonnen. Das ganze bis auf Realmatch360 eigenfinanziert (bootstrapping).
Ich bin heute Unternehmer mit Leib und Seele. Von startups habe ich mich distanziert (Gründe auf K-ICT) und meine letzte Startup Beteiligung (Picstars) 2015 ebenfalls abgestoßen. Mein Fokus galt und gilt bestehenden Unternehmen welche eine Nachfolgeregelung oder Sanierung suchen. Viele spannende Meetings und Firmen durfte ich kennenlernen. So habe ich bspw. ein Kaufangebot für einen BBQ/Grillproduzenten gestellt (siehe Thema outdoor weiter unten) und in der HR Branche verschiedene Optionen geprüft. Nur so viel … Es liesse sich jeden Monat ein Personalvermittler kaufen… Gut Ding will Weile haben.

Dear past

Lust an Innovation
Dieses Jahr haben wir eine outdoor Küche entwickelt welche im Januar 2016 auf den Markt kommen wird (Noch geheim). Die Küche ist genial geworden, voller Innovation, Kreativität und Design. Teamwork in einem Umfeld wo jeder Mitarbeiter wertgeschätzt wird. Ich liebe es einfach und bin gleichzeitig immer wieder erstaunt wie unglaublich traege viele Branchen sind. Der Besuch an der Spoga in Köln war diesbezüglich das lowlight: Auf 300’000m2 outdoor Möbel China-Schrott.
Des weiteren haben wir den Durchbruch im Formenbau mit 3D Druck geschafft und werden 2016 eine Reihe neuer Produkte und Anwendungen auf den Markt bringen.

Gauner
Die Kombination aus Unternehmertum, HR- und Finanzkenntnis sowie Digitalisierung möchte ich als VR in ein Unternehmen einbringen. Es ist Zeit, dass eine neue Generation das Ruder übernimmt. Wir brauchen keine Ethik-Kommissionen und (Frauen-)Quoten sondern VRs und CEOs die Werte & Diversität als Grundprinzip für Erfolg und Nachhaltigkeit verinnerlicht haben. Dieses Ziel habe ich 2015 verfehlt und bei Bewerbungsgespraechen sogar Gauner kennengelernt. Es gibt da draußen tatsächlich Firmen die Täuschen und Betrügen.

Exodus am Cap Vert
Meine diesjährige Abenteuerreise ging nach Senegal. Ich musste die Reise abbrechen Mehr hier

Die Erlebnisse haben mich einmal mehr stark geprägt. Wir wissen nicht wie gut wir es haben und wie sehr wir Verantwortung für unsere Welt tragen, insb. wir Europäer für die Spätfolgen der Konoliasierung sowie Versäumnisse jenseits des Mittelmeers.
Jeder uninspirierte Tag im Büro ist ein verlorener Tag. Das hat mir auch mein Vater gelernt der 3 Wochen vor seiner Pensionierung dieses Jahr eine schwere Herzoperation hatte und diese gut überstanden hat. Sein zweites Leben mit 65 hat soeben begonnen:

Spass
Mein Freund Pascal hat in hedonistischer Weise seinen 40iger in Berlin gefeiert und dann gleich den ganzen Sommer bei mir im Wohnwagen gewohnt. (Ich bin nun seit 5 Jahren dort)
Ich durfte dieses Jahr in Portugal surfen lernen (3 Wochen nach einer unerwartet heftigen Leisten-OP), war mit Jaron in Barcelona, im wunderschönen Wallis bei Alfons und 2x bei Andrea (Kindergluecklichmacherin) in der Alpenrose in Lermoos. Mein Telemark-Fieber hat in Livigno neue Höhen erreicht, ich war in rund 15 Städten in halb Europa zu Besuch (u.a. auch wieder einmal am Oktoberfest mit Birgit) und durfte bei der Traumhochzeit von Steph und Jürg am Blausee dabei sein. Ich schätze es so sehr, mit tollen Freunden Zeit zu verbringen.

Top100
Die Teilzeitkarriere und TEILZEITMANN war auch dieses Jahr aktiv, mit Politik-Prominenz an einigen Podien sowie 15 Keynotes und Firmenbesuche.

image

Im Dezember haben wir die Top100 Teilzeit-Arbeitgeber publiziert was eine Menge Aufmerksamkeit gebracht hat. Die stündige Sendung Input von Radio SRF gibt einen guten Überblick über das Erreichte und den Weg vor uns. Dieses Jahr hatten wir über 500’000 Besucher auf Teilzeitkarriere.ch und haben einen Massnahmenkatalog für Firmen erarbeitet.

«Kaum kennt und akzeptiert man sich einwenig, ist das halbe Leben vorbei» Bescheidenheit und Dankbarkeit
Seit meiner Scheidung lebe ich bei +/- Null am Konto, habe mein ganzes Vermögen verloren & investiert. Dennoch: So frei, so glücklich und so dankbar war ich noch nie. Neben mir spielt gerade mein Sohn, singt im Pyjama und es geht uns prima. Ich konnte die halbe Welt sehen, war diesen Dezember schon 7x skifahren, habe alle Freiheiten, kann tun und lassen- arbeiten wann und wo- ich will.
Unsere Arbeitswelt ist so deformiert, wir gewichten oftmals die falschen Dinge und verbringen die besten Jahre bei der Arbeit. Ich habe dieses Jahr oft über die Thematik gebloggt. Es ist schlicht und einfach falsch zu behaupten, Menschen die nicht 100% arbeiten engagieren sich zu wenig für Unternehmen. Klar lassen sich gewisse Jobs nicht in 8 Std am Tag erledigen, schlussendlich könnte aber jeder CEO 4 Tage pro Woche arbeiten oder den Mittwoch-Nachmittag am Spielplatz verbringen. Es ist eine Frage des Wollens und der Prioritäten.

Jeder hat die Wahl. Jeden Tag …aufzustehen und etwas zu verändern.

Ich danke allen Mitarbeitern, Kunden und stillen Unterstützern für die tolle Zeit zusammen. Für das Vertrauen, die gemeinsamen Visionen und den Spass im Alltag. So macht arbeiten Sinn – wir lieben unsere Arbeit und ernähren uns dabei.

Ich freue mich auf ein buntes und fröhliches 2016 …es wird sicher wieder viel passieren, doch mein Weg ist nun klar (nach der Hälfte vom Leben). Schön, dass ich den Weg mit einer starken und coolen neuen Partnerin gehen kann und wir alle gesund sind. Dankbarkeit aus tiefstem Herzen.

Weitere Infos&News auf Keel.at

sowie auf meinem Papa-Blog.com über meine unglaublich tolle Lebenszeit als Papa.

Jahresrückblick 2014: Von Betontischen, High Heels im Paradies, Gleichstellungskonferenzen in Turnschuhen, einem gebrochenen Arm, Träumen und 7 Wochen Urlaub

Begonnen hat das Jahr mit dem go live der Beta von www.realmatch360.com – meinem ICT #bigdata Startup. Wie immer bei Startups sind hunderte Korrekturen notwendig, der Markt muss getestet und eine Produkt designed werden das Käufer findet. Hunderte – Tausende Stunden … jeden Tag Rückschläge… die Disziplin von einem Startup CEO ist realtiv einfach: Jeden Morgen mit neuem Mut und neuer Kraft an einem klaren Ziel arbeiten. Die gute Nachricht: Es ist mir wieder einmal gelungen aus einer Idee auf Papier eine echte Innovation zu schaffen. Die schlechte Nachricht: Der Preis war hoch… denn durch einen Finanzierungsengpass musste ich das Unternehmen im November verkaufen um den Fortbestand zu sichern. Ich danke dem/meinem Team das 2014 so unglaublich kraftvoll mitgearbeitet hat. …und…ich bin überzeugt, dass Realmatch360 noch grossen Erfolg feiern wird.

Zum Glück habe ich vor lauter beruflichem Engagment nicht aus den Augen verloren, was mir im Leben wirklich wichtig ist: ZEIT und MENSCHEN …so konnte ich viele glückliche Stunden verbringen und ganz ganz viel Sport machen. ToscanaTotal habe ich es auch dieses jahr auf rund 40 Tagen auf Ski/Telemark/Board/Touren und 7 Wochen Urlaub gebracht – u.a. in Mallorca, Piemont, Malaga, Toscana, …ein paar Mal in der Alpenrose bei Andrea und 4 Tage im Karwendel. …und auch meinen Papa Tage mit Jaron in Innsbruck waren 2014 nicht verhandelbar. Jaron ist und bleibt meine Priorität Nummer 1. Ich liebe ihn von ganzem Herzen – er ist jetzt ein 6 jähriges Schulkind und hat sich im November leider den Arm gebrochen. …vorgestern jedoch hatten wir bereits wieder unseren ersten Skitag der Saison!

Durch mein intensives Engagement bei Realmatch360 haben meine anderen Standbeine – Beton und Teilzeit – massiv weniger Zeit bekommen. …das hat sich zumindest beim Teilzeitmann „gerächt“, denn das 2.5 Jahre dauernde Projekt wurde vom Bund nicht verlängert. Grund sind einerseits die grossen Erfolge …und dass es in der Schweiz rund 80‘000 Teilzeitmänner mehr gibt als wir gestartet haben. Andereseits wurde der Teilzeitmann wohl „zu stark“ in der weiblich dominierten Gleichstellungsszene. Das ist schade… // Nichts desto trotz war 2014 nochmals ein Highlight … wir haben zum Abschluss der SwissTour durch 10 Schweizer Städte unser Buch DER TEILZEITMANN im Zytglogge Verlag publiziert, konnten rund 400 verschiedene Medien um den ganzen Erdball erreichen und fast 1000 Medienartikel veröffentlichen. Ich danke meinen Team für die unglaublich tollen 2.5 Jahre und wünsche Euch auf dem weiteren Weg alles Gute. WICHTIG: www.teilzeitkarriere.com – das grösste Teilzeitjobportal der Schweiz, sowie die Teilzeitmann Wanderkampagne in Unternehmen wird natürlich weiter geführt.

Den Sommer wollte ich im Irak verbringen. …ich wollte mit eigenen Augen sehen, was in dieser Region los ist … was uns die Amerikaner auf diesem Erdball wieder einmal verschwiegen haben. Kurz vor Abreise habe ich durch Twitter erfahren, dass meine Destination (Erbil) von der IS umstellt ist. (erst Monate später hörte man davon in den Nachrichten). Kurzerhand habe ich meine Reise vom Irak in den Iran verschoben. Wie immer war ich mit meiner Seemanntasche, Flipflops und Turnschuhen unterwegs. Iran war eine verschlossene Reise voller Gegensätze. Ich habe den Iran (der gleich gross ist wie Deutschland) aber auch sehr offenherzig und mit sich selber beschäftigt erlebt. Zurück bleibt die Zuversicht, dass die Iraner sich Schritt für Schritt öffnen können und sich der eigenen Führungscrew, welche sich auf der Weltbühne unmöglich aufführt, entledigen können.

Das berufliche Hightlight war 2014 die Betonfirma. …wir haben im April am Möbelsalon in Mailand unseren concrete table präsentiert. Ein nur 3cm starker Betontisch auf 2.20m Spannlänge. Uns ist eine echte Senstation gelungen. Zusammen mit der ganzen Firma waren wir in Mailand. NM_Concrete Table_01Zudem sind viele neue Mitarbeiter in der Produktion, Administration und Verkauf zu uns gekommen. Wir sind nunmehr ein 12köpfiges Team und liefern in die halbe Welt. …wie aus einer Idee aus dem Sandkasten eine Firma werden kann… www.dade-design.com zeigt das sehr schön.

Auch 2014 habe ich mich für soziale Projekte engagiert. So haben wir die Initiative #PartnershipValue gegründet. Zudem habe ich meiner lieben Freundin Anja ( die gerade Ihr erstes Baby bekommen hat) geholfen, Ihr Therapiekonzept für ADHS Kinder zu einer Methode weiter zu entwickeln. Auch dieses Resultat kann sich sehen lassen: www.stopp-ritalin.de

Dass ich immer mehr meinen Weg finde zeigt mir u.a. mein Auftritt an der internationalen Männerkonferenz in Wien. …dort war ich mit einem spritzigen Vortrag mit Turnschuhen direkt nach den Ministern aus DE, CH und AT mit einer Keynote auf der Bühne.

2014 war auch das Jahr vom Tempo … im Jahresrückblick 2013 waren es noch 13 Teammitglieder … im Verlauf von 2014 waren wir zeitweise 32 Leute. Ich war unzähliche Male in Berlin, Wien, München, Mailand, Frankfurt und in dutzenden Schweizer Städten. Das Tempo war zu hoch. Ich habe das erkannt und im Dezember eine Auszeit genommen und viele Gespräche geführt. Ein weiser Unternehmer hat mir seine Zauberformel verraten:

Wille x Anziehungskraft x Zuversicht x Klarheit x Aufwand

So werde ich mich 2015 fokussieren auf meine Betonfirma sowie das begonne Werk rund um eine sinnstiftende Tätigkeit für Menschen. (Teilzeitkarriere). Als zusätzliches Ziel für 2015 habe ich mir ein VR Mandat in einem börsenkotierten Schweizer Unternehmen gesetzt und mindestens gleich viele Tage auf Reisen, Ferien – in den Bergen – zusammen mit mir wichtigen Menschen.

Wie schon zu meinem Geburtstag geschrieben geniesse ich es, mittlerweilen in einer „Arschlochfreien-Zone“ leben und arbeiten zu können. Mehr gibts hier www.keel.at

…aus meinen Ideen, Visionen und Unternehmen gibt es nunmehr über 500 Kunden, fast 400‘000 Menschen haben 2014 unsere Webseiten besucht und die Umsatzmillion ist längst erreicht. Ich danke meinem Team für das Vertrauen. #Teamistalles …es geht nur gemeinsam. Ihr seid spitze!

Seid weiter mutig … glaubt an Eure Träume .. glaubt an Euch. Jeder hat die Wahl. Jeden Tag.

2013 – Rückblick von www.keel.at

…die Saat von 4 Jahren Startup-Aufbau scheint nun langsam aufzugehen. …sogar ein paar Blumen spriessen bereits. Bei www.keel.at sind mittlerweile 13 tolle Teamplayer beschäftigt. Für mich ist es eine unglaubliche Ehre, mit so tollen Menschen jeden Tag an unseren Visionen und Zielen zu arbeiten, basteln und feilen. Unsere Welt ist ein Schlaraffenland! In all den Firmen gibt es mittlerweile über 200 Kunden die auf uns  vertrauen. …auch das ist eine unglaubliche Ehre für mich.

Heute bin ich glücklich, dass ich vor genau 2 Jahren in der totalen Tiefe – wo ich alles verloren hatte – als ich ohne Geld, Familie und Job in einem zweitklassigen Hotel in Innsbruck gestrandet bin, den Mut hatte, dort weiter zu machen wo ich begonnen habe und mir selber zu vertrauen. …es gab nicht viele Menschen die daran glaubten…

Im Jahr 2013 haben über 300‘000 Menschen unsere Homepages besucht, Tausende haben dank Teilzeitkarriere einen neuen Job gefunden und über 7‘000 Leute folgen meinem Innovations-Blog www.innovationworks360.com mit spannenden Innovationen aus unserem Alltag. Natürlich war auch der Auftritt im Buch Umsteigen-Aussteigen sowie Aeschbacher ein high light im 2013!

Den grössten Erfolg hatten wir 2013 mit dem Teilzeitmann. Dieser hat es auf über 200 Medienartikel, 5 TV Auftritte und fast einer Million Seitenaufrufen gebracht. Zusammen mit dem mittlerweile grössten Teilzeitjob-Portal www.teilzeitkarriere.ch ist es gelungen, der Vision von salonfähigen Teilzeitkarrieren einen Schritt näher zu kommen. …2008 zur Geburt von meinem Sohn ging die Seite live … heute ist sie eine feste Institution in der Schweiz und wird sich 2014 nach Deutschland und Österreich erweitern. Es ist geplant neben dem Team in der Schweiz (Jürg, Claudio, Jan, Fabian) unter der Leitung von Hans-Georg, Volker & Eberhard bis zu 10 neue Jobs zu schaffen.

Oft schon musste ich mir anhören, warum ich denn unbedingt Beton auch noch machen muss… nun – es ist eine Leidenschaft von mir. …und auch dieser Vision von herausragendem Betondesign im Innenraum lassen ich mich nicht abbringen. 2013 konnten wir viele Erfolge verzeichnen und unserem Umsatz fast verdoppeln. Zudem haben wir unsere Marke neu gestaltet und eine dritte Werkhalle in Betrieb genommen mit einer eigenen Formenbau- und Trocknungs-/Beschichtungs-Abteilung. Zusammen mit Ralph Siebenthal haben wir 3 Jahre Ärger, Geld und Misserfolge eingesteckt … um nun www.dade-design.com zu haben. In kleinen Schritten werden wir zur festen Grösse in der Champions-League der Einrichtungshäuser. Mit unserem Betonwürstelstand sind Fabian und ich 2013 durch Österreich gereist und konnten 7 neue starke Händler gewinnen und beim Naschmarkt in Wien mitten auf der Strasse eine Zufallsvernissage veranstalten.

Bild…der Würstelstand ist ein Beispiel, wie man sich als KMU / Startup mit unkonventionellen Mitteln in einem hartumkämpften Markt etablieren kann. Neben Anne sind dieses Jahr Christian, Laslo, Gernot & Susanne neu zum Team gestossen.

2013 war auch von Misserfolgen geprägt… so bin ich zum zweiten Mal mit einem 3D Druck Projekt gescheitert und musste bei einem Kundenauftrag einen schmerzlich grossen Abschreiber vornehmen. 2013 ging auch meine langjährige Tätigkeit bei UBS zu Ende und ich bin aus dem Vorstand von Männer.ch ausgetreten. 

Meiner Vision einer Digitalisierung der Immobilienbranche sind wir 2013 ebenfalls ein grosses Stück näher gekommen. Kurz vor Weihnachten konnten wir www.realmatch360.com mit einer Beta Version launchen. Wir bilden dabei die Immobiliennachfrage der Schweiz ab mit dem Claim:

Wir wissen, wer wo wohnen will.

Es ist faszinierend, wie man mit einem unheimlich starken und dynamischen Team in nur einem halben Jahr etwas gänzlich Neues erschaffen kann. Das ist Adrenalin pur im Arbeitsalltag. Ich danke Daniel, Markus, Peter, Andy, Dieter, Harald, Markus & Nico ganz herzlich. …2014 wird spannend werden, so gilt es für RM360 im 4köpfigen Sales Team von Miran unzählige neue Kunden zu gewinnen und mit der Real Estate Digital Strategie vorwärts zu kommen. …u.a. wird www.hoome.ch in der ursprünglichen Form verschwinden und meine zwei Compagnons Roland und Fabian eigene neue Wege einschlagen. Ich danke den beiden für die gemeinsamen 3 Startup Jahre und bin froh, dass Sie ohne finanziellen Misserfolg aussteigen konnten.

Im Jahr 2013 konnte ich trotz der Belastung und massiven Veränderungen meine Betreuungstage von meinem Sohn immer donnerstags und freitags in Innsbruck aufrechterhalten. Bis auf wenige Wochen war ich in seinem Alltag immer präsent und konnte in der Zeit auch wirklich Teilzeitmann sein. Die Zeit mit ihm ist mir am Wichtigsten. Gemeinsam etwas zu basteln, auf der Nordkette Ski zu fahren oder im Sommer eine tolle Bike Tour mit dem Tandem zu machen. …ich glaube auch er geniesst diese Zeit mit mir. Ich bin stolz, Vater zu sein.

Den Sommer habe ich in CUBA mit Flipflops auf einem Motorrad in der Karibik verbracht. CUBA hat mir wieder mehr Rhythmus in mein Leben gebracht und gezeigt, worauf es im Leben wirklich ankommt. …Lebensfreude ist die Haupt-Energie-Quelle von allen von uns.

2014 wird sehr spannend werden. …so werden wir dieses Jahr für die Designerin Nina Mair eine Betonkollektion für die Möbelmesse in Mailand gestalten und mit der ganzen Firma nach Mailand reisen. …auch werde ich des öfteren in einem ICE oder Flugzeug nach Deutschland sitzen. …es gilt dort den Teilzeitmann zu launchen sowie ein Händlernetz für die Betonfirma aufzubauen.

Und last but not least wird PARTNERSHIP VALUE im 2014 zum Kickoff gelangen. Vision ist es, Werte wie Altruismus, Gemeinsinn & Solidarität zurück in unseren (Geschäfts-) Alltag zu bringen. …die Handschlag-Qualität und damit ethisch-moralische Werte. Vor allem in der digitalen sowie Konzernwelt sind diese Werte zugeschüttet worden – mit Partnership Value wollen Eva, Manu und ich diese Werte zurück bringen. … ihr könnt gespannt sein.

Ich wünsche Euch allen ein fantastisches 2014!

Andy Keel