#G20 – was wir uns schon fragen sollten

Dieses Bild aus Twitter symbolisiert mE am besten das Problem der Krawalle in Hamburg und warum globale Einigkeit besteht, dass das dumme Chaoten waren. Doch so einfach ist es mE nicht. 

Die Globalisierung kennt Gewinner, Verlierer und Geschädigte. 
Die Gewinner.   …sind wir Westlichen. Wir kaufen ein T-Shirt fuer 3 Euro, essen einen Bic Mac fuer 8 Franken, usw. Unser Wohlstand basiert auf freiem Welthandel. Könnte die CH oder Oesterreich nur sich selber versorgen, waeren wir so arm wie Senegal. Das gibt es endlich zu akzeptieren, wir sind die Gewinner und haben daher eine Schuld an den Verlierern.

Die Verlierer

Sind die Entwicklungsstaaten. In der Volkswirtschaft gibt es den Ausdruck des “trickle down” Effekts. Dieser besagt, dass Arbeit immer dort hin wandert wo sie einen Grenznutzen erzielt und dort Wohlstand bringt. Als Beispiel wird China angeführt. Doch jeder der schon einmal in einem solchen Land war, kann ungebildet erkennen, dass das schlicht eine Luege ist. Menschen die fuer 5 Dollar am Tag fuer einen Weltkonzern arbeiten bleiben immer arm. Die ganze Rendite landet in den Kassen der Weltkonzerne und korrupten Beamten in diesen Ländern während das Volk mausarm bleibt. Dass sich in diesen Ländern früher oder später Widerstand breit macht, kann als sicher angenommen werden. Europa wird sich vorallem mit Afrika auseinander setzen müssen. 

Die Geschädigten

Sind wir alle, insb unsere Kinder die mit der Umweltschaedigung leben müssen. Globalisierung und Kapitalismus ist verantwortlich für gigantische Umweltschaeden. Der Grund sind viel zu tiefe Transportkosten und ein Fehlen von globaler Kompensation. Es gilt die Regel: Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Die Weltkonzerne machen es sich viel zu leicht und übernehmen absolut keine Verantwortung.  Beispiele?

Die grössten 10 Containerschiffe stossen so viel Co2 aus wie 30 Mio Autos. Unser Cement mit dem wie Häuser bauen wird in Osteuropa und Afrika gebrannt mit mangelhaften oder fehlenden Filteranlagen. Wir kaufen Nuesse aus Senegal im Geschäft deren Preis 10x höher als der Lokalpreis ist. Es interessiert mich Konsument null, ob da fair trade dahinter ist oder nicht. …Ich habe in meinen Reiseblogs schon oft darauf hingewiesen.

Und jetzt?

Natürlich können wir so weiter machen und die Hamburger Demonstrationen abtun (nicht dass ich die Gewalt und Zerstörung gutheisse). 

…wir können aber auch anfangen Verantwortung zu übernehmen. Mit offen Augen und Ohren, schlicht bei unguten Firmen und Produkten nicht mehr einzukaufen und so anzufangen Unternehmen zu zwingen sich mit Corporate Social Responsibility und Impact investing zu beschäftigen. Das fängt beispielsweise beim eigenen Aktienfonds an. Jeder trägt Verantwortung. Und jeder sollte etwas von seinem individuellem Reichtum an Entwichlungslaender geben. 

Die Unternehmer unter uns haben eine gesteigerte Verantwortung, da wir in der Multiplikation einen viel größeren Hebel darauf haben. Meine Betonfirma dade design zB produziert in der Schweiz und CO2 neutral.

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