Jahresrückblick 2014: Von Betontischen, High Heels im Paradies, Gleichstellungskonferenzen in Turnschuhen, einem gebrochenen Arm, Träumen und 7 Wochen Urlaub

Begonnen hat das Jahr mit dem go live der Beta von www.realmatch360.com – meinem ICT #bigdata Startup. Wie immer bei Startups sind hunderte Korrekturen notwendig, der Markt muss getestet und eine Produkt designed werden das Käufer findet. Hunderte – Tausende Stunden … jeden Tag Rückschläge… die Disziplin von einem Startup CEO ist realtiv einfach: Jeden Morgen mit neuem Mut und neuer Kraft an einem klaren Ziel arbeiten. Die gute Nachricht: Es ist mir wieder einmal gelungen aus einer Idee auf Papier eine echte Innovation zu schaffen. Die schlechte Nachricht: Der Preis war hoch… denn durch einen Finanzierungsengpass musste ich das Unternehmen im November verkaufen um den Fortbestand zu sichern. Ich danke dem/meinem Team das 2014 so unglaublich kraftvoll mitgearbeitet hat. …und…ich bin überzeugt, dass Realmatch360 noch grossen Erfolg feiern wird.

Zum Glück habe ich vor lauter beruflichem Engagment nicht aus den Augen verloren, was mir im Leben wirklich wichtig ist: ZEIT und MENSCHEN …so konnte ich viele glückliche Stunden verbringen und ganz ganz viel Sport machen. ToscanaTotal habe ich es auch dieses jahr auf rund 40 Tagen auf Ski/Telemark/Board/Touren und 7 Wochen Urlaub gebracht – u.a. in Mallorca, Piemont, Malaga, Toscana, …ein paar Mal in der Alpenrose bei Andrea und 4 Tage im Karwendel. …und auch meinen Papa Tage mit Jaron in Innsbruck waren 2014 nicht verhandelbar. Jaron ist und bleibt meine Priorität Nummer 1. Ich liebe ihn von ganzem Herzen – er ist jetzt ein 6 jähriges Schulkind und hat sich im November leider den Arm gebrochen. …vorgestern jedoch hatten wir bereits wieder unseren ersten Skitag der Saison!

Durch mein intensives Engagement bei Realmatch360 haben meine anderen Standbeine – Beton und Teilzeit – massiv weniger Zeit bekommen. …das hat sich zumindest beim Teilzeitmann „gerächt“, denn das 2.5 Jahre dauernde Projekt wurde vom Bund nicht verlängert. Grund sind einerseits die grossen Erfolge …und dass es in der Schweiz rund 80‘000 Teilzeitmänner mehr gibt als wir gestartet haben. Andereseits wurde der Teilzeitmann wohl „zu stark“ in der weiblich dominierten Gleichstellungsszene. Das ist schade… // Nichts desto trotz war 2014 nochmals ein Highlight … wir haben zum Abschluss der SwissTour durch 10 Schweizer Städte unser Buch DER TEILZEITMANN im Zytglogge Verlag publiziert, konnten rund 400 verschiedene Medien um den ganzen Erdball erreichen und fast 1000 Medienartikel veröffentlichen. Ich danke meinen Team für die unglaublich tollen 2.5 Jahre und wünsche Euch auf dem weiteren Weg alles Gute. WICHTIG: www.teilzeitkarriere.com – das grösste Teilzeitjobportal der Schweiz, sowie die Teilzeitmann Wanderkampagne in Unternehmen wird natürlich weiter geführt.

Den Sommer wollte ich im Irak verbringen. …ich wollte mit eigenen Augen sehen, was in dieser Region los ist … was uns die Amerikaner auf diesem Erdball wieder einmal verschwiegen haben. Kurz vor Abreise habe ich durch Twitter erfahren, dass meine Destination (Erbil) von der IS umstellt ist. (erst Monate später hörte man davon in den Nachrichten). Kurzerhand habe ich meine Reise vom Irak in den Iran verschoben. Wie immer war ich mit meiner Seemanntasche, Flipflops und Turnschuhen unterwegs. Iran war eine verschlossene Reise voller Gegensätze. Ich habe den Iran (der gleich gross ist wie Deutschland) aber auch sehr offenherzig und mit sich selber beschäftigt erlebt. Zurück bleibt die Zuversicht, dass die Iraner sich Schritt für Schritt öffnen können und sich der eigenen Führungscrew, welche sich auf der Weltbühne unmöglich aufführt, entledigen können.

Das berufliche Hightlight war 2014 die Betonfirma. …wir haben im April am Möbelsalon in Mailand unseren concrete table präsentiert. Ein nur 3cm starker Betontisch auf 2.20m Spannlänge. Uns ist eine echte Senstation gelungen. Zusammen mit der ganzen Firma waren wir in Mailand. NM_Concrete Table_01Zudem sind viele neue Mitarbeiter in der Produktion, Administration und Verkauf zu uns gekommen. Wir sind nunmehr ein 12köpfiges Team und liefern in die halbe Welt. …wie aus einer Idee aus dem Sandkasten eine Firma werden kann… www.dade-design.com zeigt das sehr schön.

Auch 2014 habe ich mich für soziale Projekte engagiert. So haben wir die Initiative #PartnershipValue gegründet. Zudem habe ich meiner lieben Freundin Anja ( die gerade Ihr erstes Baby bekommen hat) geholfen, Ihr Therapiekonzept für ADHS Kinder zu einer Methode weiter zu entwickeln. Auch dieses Resultat kann sich sehen lassen: www.stopp-ritalin.de

Dass ich immer mehr meinen Weg finde zeigt mir u.a. mein Auftritt an der internationalen Männerkonferenz in Wien. …dort war ich mit einem spritzigen Vortrag mit Turnschuhen direkt nach den Ministern aus DE, CH und AT mit einer Keynote auf der Bühne.

2014 war auch das Jahr vom Tempo … im Jahresrückblick 2013 waren es noch 13 Teammitglieder … im Verlauf von 2014 waren wir zeitweise 32 Leute. Ich war unzähliche Male in Berlin, Wien, München, Mailand, Frankfurt und in dutzenden Schweizer Städten. Das Tempo war zu hoch. Ich habe das erkannt und im Dezember eine Auszeit genommen und viele Gespräche geführt. Ein weiser Unternehmer hat mir seine Zauberformel verraten:

Wille x Anziehungskraft x Zuversicht x Klarheit x Aufwand

So werde ich mich 2015 fokussieren auf meine Betonfirma sowie das begonne Werk rund um eine sinnstiftende Tätigkeit für Menschen. (Teilzeitkarriere). Als zusätzliches Ziel für 2015 habe ich mir ein VR Mandat in einem börsenkotierten Schweizer Unternehmen gesetzt und mindestens gleich viele Tage auf Reisen, Ferien – in den Bergen – zusammen mit mir wichtigen Menschen.

Wie schon zu meinem Geburtstag geschrieben geniesse ich es, mittlerweilen in einer „Arschlochfreien-Zone“ leben und arbeiten zu können. Mehr gibts hier www.keel.at

…aus meinen Ideen, Visionen und Unternehmen gibt es nunmehr über 500 Kunden, fast 400‘000 Menschen haben 2014 unsere Webseiten besucht und die Umsatzmillion ist längst erreicht. Ich danke meinem Team für das Vertrauen. #Teamistalles …es geht nur gemeinsam. Ihr seid spitze!

Seid weiter mutig … glaubt an Eure Träume .. glaubt an Euch. Jeder hat die Wahl. Jeden Tag.

#zermatt ist DDR – Was #startups über die #Schweiz wissen müssen #pioniere

“Die Schweiz ist konservativ, adaptiert Innovationen langsam und hat ein unterentwickeltes Startup Ecosystem”

…doch die Schweiz ist dennoch Weltspitze. Nirgendwo gibt es so eine hohe Dichte an Pionieren.
Zwei Beispiele anhand von Zermatt das die schizophrene Schweiz einwenig erklärt:

BEISPIEL 2: Vor 100 Jahren bauten Freaks die Bahn auf den Corner Grat (Jungfrau, Rigi, usw). Das war eine absolute Ingenieurs-Meisterleistung. Nur die Schweizer konnten das. …heute hat die Schweiz den Tunnel durch den Gotthard fertig und wird wohl in 10 Jahren das Transportproblem wieder einmal als erstes Land der Welt nachhaltig gelöst haben. …in den 100 Jahren dazwischen haben es die Schweizer aber nicht notwendig befunden, Transport neu zu erfinden.

BEISPIEL 2: …die Zermatter haben vor 50 Jahren Elektroautos eingeführt. …eigentlich die erste Green City der Welt. (Wegen der schwierigen Zufahrt).

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… anstatt aus der Innovation Kapital zu schlagen haben sich die Walliser eingemauert. …Kontingente für eAutos eingeführt und ein Produktionsmonopol geschaffen. Heute im Zeitalter der eAutos sind diese Dinger einfach eine Katastrophe und kosten 120000 CHF das Stück. Geiheizt werden die Häuser mit Öl und in der ganzen Stadt gibt es keine einzige Solarzelle. (Heimatschutz)
Zermatt hat es verpasst, sich ein absolutes Alleinstellungsmerkmal zu erarbeiten und eine eAuto Produktion zu schaffen.  …auch das ist die Schweiz:

Stur
Konservativ
Laendlich
Egoistisch
Satt

…nur wer den Pioniergeist und die konservativen Attribute von diesem Land kennt und akzeptiert wird hier Erfolg haben.