5 Kuechentrends #Eurocucina 2016 Mailand: Bulthaup – der Kuchen war gut

Die alle 2 Jahre stattfindende Eurocucina ist die globale Leitmesse fuer die ganze Branche. Ich habe einige Beobachtungen dokumentiert, natuerlich aus subjektiver Perspektive. Hier sind meine 5 Trends:

Echtholz Fronten
Eine ganze Reihe fuehrender Brands haben unbehandeltes Echtholz gezeigt. Das Rustikale, natuerliche wird mit puristischem Design kombiniert und verleiht so Waerme.
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Unterteilte Inseln
Die Varianten sind mannigfaltig, ob ein ganzes Geruest wie in Profikuechen, ein dezenter Rahmen oder nur eine Ausfaelzung in der Arbeitsplatte.
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Slider
Bereits vor 2 Jahren zu sehen, jetzt noch verstaerkt. Die Arbeitsflaechen werden mit eingelassenen Elementen resp. Schneidebrettern versehen. Das ist praktisch, ist ein Designelement und schont die Materialien. Oftmals wird das Becken(-Modul) abgesetzt.
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Stein, Stahl und Keramik
Stein feiert mE ein Revival. Sehr viele Steinarbeiten waren zu sehen. Herausragend die ST-One von Strasser aber auch viele weitere Brands. (Hier im Bild wieder kombiniert mit Echtholz) Daneben setzt auf Gehrung geschnittene Keramik den Siegeszug fort und auch Stahl wird oft gezeigt. Korian ist ganz verschwunden und Beton ist ueberall als Gestaltungselement aber wenig als Arbeitsflaeche zu sehen. Die Betonkueche von Steininger ist neben Tonicelli immer noch herausragend.
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Null Innovation ausser Valcucine, Bankrotterklaerung von Bulthaup
Das krasse an der Kuechenbranche ist, dass die Kueche erfunden ist und es nur noch um Marktverdraengung durch Margen resp. tiefere Produktionskosten durch Masse geht. Eine Markenkueche ist heute (fast) genau so gut wie ein Billighersteller wie zB. Nobilia die taeglich 2800 Kuechen produzieren.

Valcucine sticht heraus. Erstens sind die Kaesten und Tueren alle aus schwarzen Aluprofilen konstruiert was unzaehlige Vorteile bringt und aus einer Kueche eine Metall- statt Tischlerarbeit macht. Die Kombination der Materialien wird spielend leicht. Ich bin gespannt, ob und wie diese Innovation die Branche veraendern wird.
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Zudem sind die neuen Konzepte unglaublich durchdacht (siehe hier der Wandschrank) und die Materialpalette und Farbkombinationen eine absolute Sensation. (Siehe das trendige Kupfer auf dem Bild) Fuer sich redend zeigt Valcucine auch das Handwerk in ihrem Showroom.
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Als krasses Gegenteil der Branchenprimus Bulthaup.
Zwar ist die Location in einer alten Kirche hervorragend, doch zu sehen gibt es nachwievor nur die B3 mit keiner einzigen Innovation. Schlimmer noch, in einer Ecke versteckt noch eine B1; es ist zu erfuehlen, wie sehr dieses (Billig-) Produkt intern gehasst werden muss. Immerhin war der darauf ausgeteilte Kuchen gut. Doch den Vogel abgeschossen hat Bulthaup mit der Neuinterpretation der B2. Der absolute Tiefpunkt. Konzeptionell schlecht und misersbles Design. Es ist eine Bankrotterklaerung.
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Zusammenfassend befindet sich die Branche in meinen Augen in einer unglaublichen Krise die zwangslaufig darauf hinaus fuehrt, dass zig Brands sterben werden und sich alles der economy of scale unterordnet. So sind die einstigen Flagships SieMatic oder Poggenpohl schon gar nicht mehr in Mailand und andere werden schlicht aus den Hallen gedraengt. Bora zB bei den Geraeten in der hintersten Ecke.

Neue Wege beschreitet niemand, weder Ideen in der Vermarktung (zB co-branding mit einem Fashionlabel), noch in der Digitalisierung/Distribution (vgl Ikea self planning), noch mit Innovation (vgl Steininger mit einer outdoor Kueche) oder neuen Materialien (vgl Aurelie Spaeti mit Textil und Lochblechen). Nachhaltigkeit und Umwelt sind kein Thema (im Gegensatz zur Ventura Lambrate). Alle zeigen den selben Einheitsbrei im 60/90er Mass.

Wie muss es sich als ausgebildeter Innenarchitekt anfuehlen, den ganzen Tag in einem Bulthaup Studio die gleichen B3 Moebel zu planen? …verheiratet zu sein mit einer Marke die seit Jahren nichts mehr liefert ausser Marketinggedroens?

Oder als “Unabhaengiger” selber den Markt zu bearbeiten weil man sich fast schaemt die verkauften Brands im Kundengespraech zu erwaehnen. Ein Wechsel wohin?

…eigentlich bietet der Markt erhebliche Chancen fuer Schreiner im gehobenen Segment wieder Marktanteile zu gewinnen. Der Zukauf von Standardmoebeln (zB von Bax) sichert Margen, die Individualitaet, oertliche Naehe und Trend zurueck zum Naturholz sind die USPs.

Betonprodukte sind oekologisch. Wirklich? @creabeton #terrasuisse @dade_design

Seit Ende Maerz 2016 wirbt der groesste Schweizer Beton-Baustoff-Hersteller mit diesem Plakat & Label:

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Auf der Landingpage ist dann vieles zu erfahren, insb. wie Beton hergestellt wird. Grunsaetzlich besteht dieser aus Kies, Sand, Wasser und Zement. Das von den Creabeton-Werbern erfundene Label #Terrasuisse (die Migros verwendet den selben Namen) weisst darauf hin, dass im Beton lokale Produkte (Kies) verwendet werden. Das ist natuerlich so. Historisch wurden die Betonwerke nahe von Kiesgruben an verkehrsstrategisch guten Punkten gebaut. Creabeton wirbt also mit etwas, womit sie gar nichts zu tun haben.

Umweltsuenden
Das Problem an Beton sind nicht die Zuschlagstoffe sondern der Cement. Dieser wird aus Kalkstein gewonnen und in Oefen mit 1200-1500 Grad gebrannt. Dies setzt ca 44kg CO2 pro 100kg Cement frei. Jaehrlich werden weltweit 4,3mrd Tonnen Beton produziert. In Europa haben diese Oefen moderne Filteranlagen, doch viele Konzerne brennen den Cement in Ostblocklaendern oder Afrika. Selbstverständlich ohne Filter. Cement kann als Umweldsuende bezeichnet werden. Nach Kraftwerken und Strassenverkehr ist Cement der drittgroesste CO2 Verursacher auf der Welt.

Raubbau in Dubai
Hinzu kommt, dass Beton nicht mit Wüstensand hergestellt werden kann. Dubai und co wurden aus Meeressand und Sand aus Afrika gebaut. Dort wird er einfach abgepumpt resp. gestohlen und mit Schiffen herangekarrt. Das ist die zweite grosse Umweltsuende von Beton.

Regional – Transport ist viel zu günstig
Weiter kann ein Vergleich von chinesischen Natursteinen vs. zementgebundenen Steinen von der Seite entnommen werden. Der gesunde Menschenverstand lässt diesen Vergleich natürlich absolut zu. Doch wenn man die CO2 Bilanz anschaut, ist die Bruttoregister-Tonne so unglaublich günstig und unter dem Strich wahrscheinlich noch weniger CO2 schändlich als mancher Beton. Das Problem ist, dass der Transport zu günstig ist (man kann müsste schon längst eine globale Steuer einführen… aber das ist hier nicht das Thema). Daher wählt Creabeton auch diesen Vergleich, denn so absurd es ist, chinesische Steine sind eine ernsthafte Konkurrenz.

Chemie
Darüber ist ebenfalls nichts zu erfahren. Im Beton wird massiv Chemie verwendet um Risse, Schwund und Entwässerung zu steuern und bei den Schalungen werden Öle verwendet. Zum Stichwort oekogisch müsste hier Stellung bezogen werden.

Fazit
Ich finde die Aktion unter dem Strich gut. Sie macht Nachhaltigkeit und Regionalitaet zum gesellschaflichen Thema. Wie fast immer bei Konzernen ist es halt Marketing und Branding und kein wirkliches Commitment. …dieses würde viel zu viel kosten und viele Produkte unprofitabel machen.

Meine Firma dade-design concrete works geht hier weiter, wir produzieren CO2 neutral . Der einzige Grund ist, weil ich als Inhaber Verantwortung übernehmen will. Wirtschaftlich macht es nämlich keinen Sinn.
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3D Drucker (Stift) fuer Kinder @3ddoodler #3dprinting

Ich finde das genial. So geht Innovation.
Fuer 49 Dollar kann dieser Stift gekauft warden.

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Kids koennen so ihre eigenen 3d Modelle erstellen. Regt extrem zum denken an… Zum gestalten… Die Basis fuer weitere Innovation wenn diese Kinder junge Erwachsene werden. Frueher war Ton und Plastelin, heute ist 3d drucken.

Mehr infos hier

Und hier der erste Praxisversuch….naja
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Als Vogel durch NY fliegen. #VR Erfahrung der Sonderklasse mit #Birdly und #Oculusrift

Der Traum vom fliegen…
3 Studenten der #ZHDK haben einen Simulator gebaut und aufgrund von Ihrem Erfolg die Somniacs AG gegründet.

Dabei wurde das Nr 1 Produkt fuer virtual reality (#VR), die Oculus Rift (für 700 Dollar zu kaufen, kürzlich von FB übernommen) verwendet.

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Ergänzt wird diese mit einem relativ simplen mechatronischen Liegegestell.

Schauplatz ist ein 3D Modell von New York City.

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Die Erfahrung war absolut genial. Einfach zu steuern, echtes Flugempfinden (insb. wegen Ton und Wind) und eine tolle Grafik.

Es lässt sich damit erahnen, was in Zukunft alles möglich sein wird. Insb. reales (er)Leben und nicht virtuelle Welten wie Games oder second world. Denkbar sind Wohnungsbesichtigungen, ein Ferienressort auf den Malediven erkunden oder ein Firmengelände überfliegen. Oder Kriegsgebiet erleben oder die amerikanische Schande Guantanamo in Kuba.

Wenn startups keine Zeit haben eine Homepage zu machen #Beispiel #MApeople #startup

Startups machen in der Regel sehr viel Lärm bevor sie loslegen, ua um Investoren anzulocken. Dann gibt es Lärm beim go live (wenn sie es überhaupt schaffen) und success stories (oft geschoent). Über Umsätze, Business Modelle und deren Nachhaltigkeit wird kaum geredet. Viele CEOs sind an mehr Pitch- und Startup events als an Kundenmeetings. Dieses Vorgehen mag vielleicht für einige B2C startups Sinn machen. Vielleicht.

Es gibt auch andere startups, wie zB ma-People.com

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Diese zwei Damen haben mit Ihrem startup so viel Erfolg, dass sie rund 1 Jahr gebraucht haben eine Homepage live zu bringen. Das Konzept ist denkbar einfach: Gezielte B2B Ansprache, ein präzises Offering in einer Marktlücke und viel Passion und Fleiss. Die zwei konzipieren zB schon das 3 neue Ressort auf den Malediven und gewinnen Auftrag um Auftrag. Femaleshift, Digitalisierung, huMAn-Orientierung um nur einige der Gründe für Ihren Erfolg zu nennen.

Andere hoch erfolgreiche CH startups wie Wildfire (250 Mio Exit an Google), Leontec (über 1 Mrd wert an der Börse) oder Google Maps das auf einer Schweizer Software basiert habe ich noch nie an einem Startup event gesehen.

Ich sehe die ganze startup-Entwicklung mit kritischem Blick und bin überzeugt, dass wir wieder mitten in einer Bubble sind. (Vgl Kommentar auf  K-ICT)
Schweizer KMUs gehören zu den innovativsten der Welt, gründen täglich neue Firmen, oftmals finanziert aus dem eigenen Cashflow und direktem Zugang zu Kunden. Sind das keine Startups? Es ist einfach aufregend für startups an Pitchevents und eine amüsante Unterhaltung für Investoren. Unternehmer haben dort nichts verloren.

Jahresrückblick 2015 -Von Gaunern & Innovationen, Sorgen & Sonne, BBQ’s & Eurofilets

Betongeschichten
Das alte Jahr ging im Bett zu Ende. Einerseits war ich 10 Tage so krank wie schon lange nicht mehr, andererseits habe ich mich verliebt. Die Verliebtheit blieb nicht lange, ebenso wie die Euro Untergrenze von 1.20. Dafür habe ich nach der Auszeit letzten Dezember Klarheit gewonnen und beschlossen mich auf die Themen “Beton” und “Arbeit/new work” zu fokussieren. Natürlich kommt mein Sohn in Innsbruck immer noch an erster Stelle, er ist jetzt 7 Jahre alt und ist 2×5 Tage pro Monat bei mir.

Dade-design exportiert rund 70% – Die Aufgabe vom Mindestkurs letzten Januar traff uns wie ein Schlag. Wir haben überlebt (einige unserer Kunden werden es wohl nicht… mit entsprechend häßlichen Debitorenausfaellen), die Ersparnisse angezapft, die Preise angepasst, Lieferanten neu verhandelt und ein Teil der Fertigung nach Vorarlberg verlegt. Ein Jahr voller mühseliger Kleinarbeit. Doch auch dieses Jahr konnten wir den Umsatz wieder verdoppeln insb mit einem neuen Grosskunden (nunmehr 21 Mitarbeiter, alle in Teilzeit) und wir haben die Betontech AG von meinem Mitgründer Ralph in eine neue AG integriert. Ich habe also auch dieses Jahr meine Regel befolgt und nicht mehr als 1 Firma gegründet🙂. Das schöne am Beton: Er hat mich zurück in die Heimat gebracht und ich darf jeden Montag bei meiner Mama zu Mittag essen!

2,7 Mio in 5 Jahren
Seit meinem Abgang bei der Bank und dem Hausmannjahr habe ich nunmehr 6x gegründet (jedes Jahr 1x), in meinen Firmen und Startups 2,7 Mio umgesetzt und mehrere hundert B2B Kunden gewonnen. Das ganze bis auf Realmatch360 eigenfinanziert (bootstrapping).
Ich bin heute Unternehmer mit Leib und Seele. Von startups habe ich mich distanziert (Gründe auf K-ICT) und meine letzte Startup Beteiligung (Picstars) 2015 ebenfalls abgestoßen. Mein Fokus galt und gilt bestehenden Unternehmen welche eine Nachfolgeregelung oder Sanierung suchen. Viele spannende Meetings und Firmen durfte ich kennenlernen. So habe ich bspw. ein Kaufangebot für einen BBQ/Grillproduzenten gestellt (siehe Thema outdoor weiter unten) und in der HR Branche verschiedene Optionen geprüft. Nur so viel … Es liesse sich jeden Monat ein Personalvermittler kaufen… Gut Ding will Weile haben.

Dear past

Lust an Innovation
Dieses Jahr haben wir eine outdoor Küche entwickelt welche im Januar 2016 auf den Markt kommen wird (Noch geheim). Die Küche ist genial geworden, voller Innovation, Kreativität und Design. Teamwork in einem Umfeld wo jeder Mitarbeiter wertgeschätzt wird. Ich liebe es einfach und bin gleichzeitig immer wieder erstaunt wie unglaublich traege viele Branchen sind. Der Besuch an der Spoga in Köln war diesbezüglich das lowlight: Auf 300’000m2 outdoor Möbel China-Schrott.
Des weiteren haben wir den Durchbruch im Formenbau mit 3D Druck geschafft und werden 2016 eine Reihe neuer Produkte und Anwendungen auf den Markt bringen.

Gauner
Die Kombination aus Unternehmertum, HR- und Finanzkenntnis sowie Digitalisierung möchte ich als VR in ein Unternehmen einbringen. Es ist Zeit, dass eine neue Generation das Ruder übernimmt. Wir brauchen keine Ethik-Kommissionen und (Frauen-)Quoten sondern VRs und CEOs die Werte & Diversität als Grundprinzip für Erfolg und Nachhaltigkeit verinnerlicht haben. Dieses Ziel habe ich 2015 verfehlt und bei Bewerbungsgespraechen sogar Gauner kennengelernt. Es gibt da draußen tatsächlich Firmen die Täuschen und Betrügen.

Exodus am Cap Vert
Meine diesjährige Abenteuerreise ging nach Senegal. Ich musste die Reise abbrechen Mehr hier
Die Erlebnisse haben mich einmal mehr stark geprägt. Wir wissen nicht wie gut wir es haben und wie sehr wir Verantwortung für unsere Welt tragen, insb. wir Europäer für die Spätfolgen der Konoliasierung sowie Versäumnisse jenseits des Mittelmeers.
Jeder uninspirierte Tag im Büro ist ein verlorener Tag. Das hat mir auch mein Vater gelernt der 3 Wochen vor seiner Pensionierung dieses Jahr eine schwere Herzoperation hatte und diese gut überstanden hat. Sein zweites Leben mit 65 hat soeben begonnen:

Spass
Mein Freund Pascal hat in hedonistischer Weise seinen 40iger in Berlin gefeiert und dann gleich den ganzen Sommer bei mir im Wohnwagen gewohnt. (Ich bin nun seit 5 Jahren dort)
Ich durfte dieses Jahr in Portugal surfen lernen (3 Wochen nach einer unerwartet heftigen Leisten-OP), war mit Jaron in Barcelona, im wunderschönen Wallis bei Alfons und 2x bei Andrea (Kindergluecklichmacherin) in der Alpenrose in Lermoos. Mein Telemark-Fieber hat in Livigno neue Höhen erreicht, ich war in rund 15 Städten in halb Europa zu Besuch (u.a. auch wieder einmal am Oktoberfest mit Birgit) und durfte bei der Traumhochzeit von Steph und Jürg am Blausee dabei sein. Ich schätze es so sehr, mit tollen Freunden Zeit zu verbringen.

Top100
Die Teilzeitkarriere und TEILZEITMANN war auch dieses Jahr aktiv, mit Politik-Prominenz an einigen Podien sowie 15 Keynotes und Firmenbesuche.
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Im Dezember haben wir die Top100 Teilzeit-Arbeitgeber publiziert was eine Menge Aufmerksamkeit gebracht hat. Die stündige Sendung Input von Radio SRF gibt einen guten Überblick über das Erreichte und den Weg vor uns. Dieses Jahr hatten wir über 500’000 Besucher auf Teilzeitkarriere.ch und haben einen Massnahmenkatalog für Firmen erarbeitet.

«Kaum kennt und akzeptiert man sich einwenig, ist das halbe Leben vorbei» Bescheidenheit und Dankbarkeit
Seit meiner Scheidung lebe ich bei +/- Null am Konto, habe mein ganzes Vermögen verloren & investiert. Dennoch: So frei, so glücklich und so dankbar war ich noch nie. Neben mir spielt gerade mein Sohn, singt im Pyjama und es geht uns prima. Ich konnte die halbe Welt sehen, war diesen Dezember schon 7x skifahren, habe alle Freiheiten, kann tun und lassen- arbeiten wann und wo- ich will.
Unsere Arbeitswelt ist so deformiert, wir gewichten oftmals die falschen Dinge und verbringen die besten Jahre bei der Arbeit. Ich habe dieses Jahr oft über die Thematik gebloggt. Es ist schlicht und einfach falsch zu behaupten, Menschen die nicht 100% arbeiten engagieren sich zu wenig für Unternehmen. Klar lassen sich gewisse Jobs nicht in 8 Std am Tag erledigen, schlussendlich könnte aber jeder CEO 4 Tage pro Woche arbeiten oder den Mittwoch-Nachmittag am Spielplatz verbringen. Es ist eine Frage des Wollens und der Prioritäten.

Jeder hat die Wahl. Jeden Tag …aufzustehen und etwas zu verändern.

Ich danke allen Mitarbeitern, Kunden und stillen Unterstützern für die tolle Zeit zusammen. Für das Vertrauen, die gemeinsamen Visionen und den Spass im Alltag. So macht arbeiten Sinn – wir lieben unsere Arbeit und ernähren uns dabei.

Ich freue mich auf ein buntes und fröhliches 2016 …es wird sicher wieder viel passieren, doch mein Weg ist nun klar (nach der Hälfte vom Leben). Schön, dass ich den Weg mit einer starken und coolen neuen Partnerin gehen kann und wir alle gesund sind. Dankbarkeit aus tiefstem Herzen.

Weitere Infos&News auf Keel.at
sowie auf meinem Papa-Blog.com über meine unglaublich tolle Lebenszeit als Papa.

Gedanken zu Zuckerberg, Kapitalismus und Väter

45mrd zu spenden ist toll.  Die Fragen dahinter sind:

Milliarden

Die Milliarden sind durch die Börsenbewertung entstanden und nicht durch Arbeit, Herr Zuckerberg wird eine Stiftung oder LLC gründen und nicht seine Aktien verkaufen. Würde er das tun, würde der Kurs ins bodenlose stürzen und es gäbe nichts mehr zu spenden. Mit diesem Schachzug kann Hr. Z durch die Hintertüre mit 1% Aktienverkauf sein Vermögen in Cash umwandeln was für ihn und seine Generationen für immer für zuckrigen Hüftspeck reichen wird.
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Die Tatsache und Personenkult un Mr. Z allein zeigt, wie krank die Bewertung von Fb an der Börse ist.

Steuern:

Mit einem solchen Vermögen fallen gigantische Steuern auf dem Privatvermögen an. Mit diesem Schachzug ist dieses Problem gelöst. ….und der Allgemeinheit entgehen Steuereinnahmen, denn solche Konstrukte werden kaum/nicht besteuert. Steuern sind eine Umverteilung von Reich zu Arm. Heute besitzen 1% der Menschen gleich viel wie der Rest. Diese Umverteilung wurde in den letzten 20 Jahren ausser Kraft gesetzt. Der Gini Koeffizient nimmt ständig ab, und niemand kümmert es. Es ist mit unter der Grund, warum Afrikaner im Mittelmeer ertrinken. Es ist schizophren, dass Mr. Z die Mrd nutzen möchte die Welt besser zu machen. Zuerst nimmt er mal allen anderen Geld weg das er als Steuern die naechsten 30 Jahre nicht mehr bezahlt. Alleine das wäre ein mehrfaches der 45mrd für die Allgemeinheit 

Ausweglosigkeit:

Wenn man als CEO und Mehrheitsaktionär keinen anderen Weg sieht, als Philantrop aktiv zu werden, ist das krank. (Vgl Bill Gates) für Konzerne ist das Gemeinwohl, Weltfrieden, Gesundheit, Mindestlöhne, fairer Handel, usw nicht tragbar. (Sonst würde der Kurs abstürzen). Facebook hätte die Macht, Gutes zu tun. Einen alternativen Weg zu gehen. Steuern zu zahlen wo sie das Geld verdienen. Aber die kapitalistische Seuche hat sich auch dort eingenistet. FB umgeht Steuern (zahlt in Irland), hat sich längst an Investmentbanken verkauft und ist abhängig von der Börse und ihren Spielregeln. Alternativen sind undenkbar. Mr Z weiss das und befindet sich in diesem Dilemma. PR technisch clever, aber de facto ist diese Handlung eine Kapitulation 

Väter

Typisch ist der Zeitpunkt. Evolutionsbiologisch ist es das männliche Programm, ein Nest zu bauen, zu ernähren und ein Umfeld zu schaffen in dem das Kind sicher aufwachsen kann. Mr. Z erfüllt. Immer mehr Väter erkennen, dass sie für ihre Kinder im Allrag präsent sein wollen und müssen und gehen diesen Weg. Im Verhältnis ist ein Teilzeitmann mit 5000 Franken Einkommen viel mutiger als Mr Z.